Philosophie

Jahrgang 1957, aufgewachsen in Effretikon, Lehre als Automechaniker, 25 Jahre Lokführer bei den SBB, Ich betreibe die Malerei seit der Schulzeit als Hobby,           bin Autodidakt, Aquarell und Acryl, mehrere Ausstellungen im In- und Ausland, Vater von drei erwachsenen Kindern (und vielen Enkelkindern).


Nachstehend einige Eindrücke aus dem Atelier

Schön, dass Sie mich besuchen!


Ich möchte Sie ein wenig durch die Welt der Malerei führen. Eine faszinierende Angelegenheit! Mir gibt die Herausforderung, ein bestimmtes Sujet zu gestalten, das gute Gefühl, etwas Einmaliges zu schaffen. Sie als eventueller Kunde haben die Genugtuung, ein einmaliges Bild zu besitzen.

Ähnlichkeiten sind zwar möglich, aber jedes Bild ist von der Farbzusammenstellung und der Raumaufteilung her gesehen eine Einzelanfertigung. Lediglich die Motive können sich im weiteren Sinne wiederholen. Eines meiner Spezialgebiete ist die Fliegerei, beziehungsweise das in Szene setzen von Flugzeugen. So naturfremd ist ein Flugzeug gar nicht. Würde es sich nicht den Naturgesetzen zu 100% unterwerfen, so würde es nicht am Himmel schweben! Diese Tatsache macht die Eleganz der Maschinen aus. Da der Himmel über uns eine ständig wechselnde Kulisse ist, bieten sich dem Maler fantastische Motive. Dabei frage ich nicht nach der Politik oder der Ökologie, dies trenne ich strikte vom künstlerischen Schaffen. Andere verwenden eben gerade die Kunst zum Politik machen, was ihr gutes Recht ist! Diese Freiheit muss gegeben sein. Winston Churchill, englischer Staatsmann, sagte es einmal treffend: "Freiheit heisst nicht, dass Jeder tun kann, was er will. Freiheit heisst, dass Keiner tun muss, was er nicht will." Gut gesagt, schwieriger in der Anwendung.


Malen ist Philosophie. Die Auseinandersetzung mit dem Gesehenen, mit der Welt, lässt mich fragen. Auf viele Fragen finde ich keine Antwort. Da ist der Mensch gefragt. Gegebenes einfach hinnehmen, Übergeordnetes akzeptieren wie es ist. Warum blühen die Wiesen im Frühling? Einfache Frage, schwierigere Antwort. Viele Antworten muss man sich selbst geben und es darf auch einmal heissen: Weil es so ist. Nur freuen muss man sich können ob solchen Dingen! 

Als Lokführer habe ich Stimmungen in der Natur erlebt, die eins zu eins gemalt als Kitsch gelten würden. Malen heisst ja aber nicht unbedingt, das Gesehene ungefiltert wiederzugeben. Ich versuche das Gesehene zu interpretieren, zum Teil durch das Abstrahieren einzelner Elemente im Bild (Beispiel "Wirbelschleppe").


So wird für mich jedes Bild zum Erlebnis, Teil meines Daseins. Dies nimmt einstweilen groteske Ausmasse an. Zwischenzeitlich studiere ich Fachliteratur über Turbofan-Triebwerke an Verkehrsflugzeugen. Sei es nun technischer oder auch anderer Natur, ich lerne die Welt mit anderen Augen zu sehen durch die Malerei. Machen Sie auch den Versuch, es lohnt sich auf jeden Fall.